FinanzTHING | Reden wir über Geld am 29.11.2022



Zoom | Link wird nach Anmeldung bekannt gegeben.
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17:30-18:30
Moderation:

Thomas M. Bettini
BETTINI CONSULTING

Auch unser 2. Meeting fand in kleiner Runde statt. Das Feedback war durchwegs gut (bezogen auf das erste Meeting). Der zeitliche Rahmen von 1 Stunde (++) hat sich als gut erwiesen.

In enger Abstimmung mit unserer neuen Kollegin Saskia (Deutsche Bank AG, München) haben wir uns für nachstehende Themen verabredet:

  • KfW Presseportal: die Anzahl der Neuanträge ist in Q2-2022 gestiegen; die KMU decken sich mit Fremdkapital ein. Einerseits, um die Lager aufzufüllen, andererseits um die Liquidität aufzustocken, weil man eben nicht genau weiss, wie sich die kommenden 6-12 Monaten zeigen werden; und drittens, weil man mit deutlich erhöhten Energiekosten bzw. Nachzahlungen (Energie) rechnet.
  • Handelsblatt: auch hier – vornehmlich durch die Commerzbank – ist der Tenor, dass die Anzahl der Unternehmens-Kredite signifikant zugenommen hat, obwohl die medialen Aussagen tendenziell eher eine "grosse Abschwächung" des Wirtschaftswachstums in D / EU sehen.

Saskia – als Repräsentantin der Deutschen Bank AG München – konnte diese Thesen im Wesentlichen bestätigen. Eine Bank, also besser gesagt: die jeweilige Hausbank, ist ja die zentrale Anlaufstelle für KMUs, wenn man die steuersubventionierten, preiswerteren Öffentlichen Darlehen in Anspruch nehmen will. Man sollte jedoch dabei bedenken, dass eine Bank niemals (!) mit einem Unternehmer einen Businessplan / Finanzplan / etc. erstellen wird.

Wohlaber ist parallel erkennbar, dass die Kreditvergabe Richtlinien bei den Banken im Laufe der letzten 9 Monate deutlich restriktiver geworden ist. Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Banken das gesamte wirtschaftliche und das politische Umfeld stärker mit einbezieht, zum anderen darauf, dass die Kommunikation zwischen KMU und Bank häufig "optimierbar" anzusehen ist.

Werner und Otto gaben zu verstehen, dass in der Wirtschaft zwei unterschiedliche Szenarien anzutreffen sind: auf der einen Seite gibt es Branchen und Unternehmen, denen es (noch) recht gut geht, die positiv in die Zukunft blicken. Auf der anderen Seite gibt es auch einige Branchen, und vor allem kleinere KMUs, die "gefühlt" kurz vor der Insolvenz stehen.

Es wurde angeregt, eine Art Leitfaden oder Whitepaper zu erstellen, das Bundesland übergreifend Highlights von wichtigen Förderprogrammen beschreiben. Ebenso wurde nachgefragt, ob es ein solches Dokument grundsätzlicher Natur zu Fördermitteln gibt (was kann alles gefördert werden). Ich habe darauf hingewiesen, dass zwei derartige eBooks auf meiner Website kostenfrei zum Download zur Verfügung stehen: https://www.kmu-foerdermittel-experte.de/downloads/

Andy regte an an einer laufenden Umfrage des mib (Mittelstand in Bayern e.V.) zu den Auswirkung der Energiekosten auf den Mittelstand teilzunehmen: https://mibbayern.de/?umfrage=89&dialog=1

Eine grundsätzliche Übersicht der Fördermittel – auch bundeslandübergreifend – ist relativ kompliziert zu erstellen, da sich derzeit zu oft die Zugangskriterien verändern, und häufig die Haushaltsmittel schon in der Jahresmitte ausgeschöpft sind. Soll bedeuten: wann immer Fragen und Projekte anstehen, dann kommt einfach auf mich zu, ich helfe gerne weiter.

Otto war sehr daran interessiert, wie das Zusammenspiel mit Unternehmen innerhalb der EU stattfinden könnte. Im Prinzip ist dies kein Problem, auch mit Unternehmen ausserhalb der EU, solange der Antragsteller seinen Firmensitz in Deutschland hat UND die resultierenden Gewinne "mehrheitlich" in Deutschland versteuert werden.

Unser nächstes Meeting findet am 13.12. um 17.30 Uhr statt. Wir freuen uns auf eure Anmeldungen und Erfahrungen, eure Fragen und potenziellen Herausforderungen.

TIPP: wenn ihr konkrete Fragestellungen habt, egal zu Fördermitteln oder zu Bankthemen, schickt mir einfach vorab eine Mail ...

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